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    Reisekrankheiten

    Rote getrocknete Chilis mit Waage auf einem Markt in Thimphu.

    Chilis sind eines der Hauptnahrungsmittel in Bhutan – achten Sie aber auf Ihre persönliche Verträglichkeit

    Neben Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und notwendigen Vorsorgemaßnahmen ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort erkranken. Seien Sie sehr aufmerksam und wenn Sie Zweifel bezüglich einer möglichen Erkrankung haben, konsultieren Sie vor Ort einen Arzt.
    Alle Informationen sind an Reisende gerichtet, die gesund und nicht schwanger sind und nicht länger als einen Monat in Bhutan bleiben werden. Kümmern Sie sich persönlich um aktuelle Informationen für Ihre spezifische Situation.

     

     

    Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein) Fieber, Darmkoliken oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können, sollten Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt aufnehmen. Melden Sie ihm, wie lange und wo Sie in Bhutan waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten ist es vernünftig, einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC).

    Diarrhö
    Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung (vor allem scharfes Essen) können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es scheint, als wenn die Diarrhö vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf.

    Tipps zur Vorsorge gegen Diarrhö: Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugesetzt wurde.

    Höhenkrankheit
    Höhenkrankheit wird von dem niedrigen Sauerstoffdruck verursacht, der bei Aufenthalt auf großen Höhen entsteht. Höhenkrankheit tritt im Allgemeinen erst ab 2500 Metern Höhe auf. Die Anfälligkeit für Höhenkrankheit ist von Person zu Person unterschiedlich und Beschwerden können auch bei geringeren Höhen auftreten. Es lässt sich meistens nicht vorhersagen, wer von der Höhenkrankheit befallen wird. Um Höhenkrankheit zu vermeiden, sollte man dem Körper Zeit geben, sich zu akklimatisieren. Es gibt verschiedene Formen von Höhenkrankheit, die alle durch Sauerstoffmangel verursacht werden.

    Leichte Höhenkrankheit
    Diese tritt einige Stunden bis zu einem Tag nach der Ankunft auf großer Höhe auf. Die Beschwerden bestehen aus Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein.
    Die Behandlung der leichten Höhenkrankheit besteht darin, weiteren Aufstieg zu vermeiden und eventuell abzusteigen, wenn die Beschwerden sich nicht innerhalb von einigen Tagen bessern. Bei Kopfschmerzen kann Paracetamol eingenommen werden. Zusätzlich können Medikamente und Sauerstoff verabreicht werden.

    Schwere Höhenkrankheit
    Dabei verschlimmern sich die Kopfschmerzen, die Kurzatmigkeit wird schlimmer und tritt auch im Ruhezustand auf, insbesondere nachts. Man kann so träge werden, dass man beim Essen und Ankleiden Hilfe braucht. Man fühlt sich benommen und es kann sein, dass man nicht mehr gerade laufen kann. Dies ist eine ernsthafte Erkrankung und kann ohne Behandlung zu Feuchtigkeit in den Lungen und im Gehirn (Lungen- und Gehirnödem), Koma und Tod führen. Die Behandlung der schweren Höhenkrankheit besteht aus dem direkten Abstieg! Zusätzlich können Medikamente und Sauerstoff verabreicht werden. Wenn Sie beispielsweise nach Tibet fliegen, landen Sie bereits auf großer Höhe. Wenn Sie deshalb Beschwerden haben, ist der Abstieg nicht möglich, da Sie sich auf einer Hochebene befinden. Daher ist es unentbehrlich, sich vor solch einer Reise langsam zu akklimatisieren.

    Tipps für Ihre Gesundheit während der Bhutanreise:

    • Beim Aufstieg auf über 2500 Meter langsam akklimatisieren
    • Auf Alkohol oder Schlafmittel verzichten
    • Reichlich Wasser oder Kräutertee trinken (keinen Alkohol oder Kaffee)
    • Schlafstellen sollten nicht mehr als 300 Meter höher als der Schlafplatz der vorigen Nacht liegen
    • Gebrauchen Sie das Mittel Diamox (Wirkstoff Acetazolamid) sehr zurückhaltend (nachteilige Nebenwirkungen, wie z.B. eingeschlafene Füße)

    Bei schwerwiegenden Symptomen kann eventuell ein Helikopter eingesetzt werden. Das ist jedoch sehr teuer (etwa 1200 € pro Stunde) und kann ausschließlich von einer Trekkingagentur vor Ort oder durch die Botschaft angefordert werden. Eine weitere Voraussetzung für den Einsatz ist ein Pfand von 400 €.

    • Nach Rücksprache mit einem Arzt kann ein Medikament (Acetazolamide) verabreicht werden, um die Akklimatisierung zu fördern, bei: Menschen, die schon einmal unter der Höhenkrankheit litten,
    • einem plötzlichen Aufstieg auf Höhen über 3500 Meter, wenn Akklimatisierung nicht möglich ist.

    Hautpflege
    Nehmen Sie kleine Wunden ernst. Beobachten und desinfizieren Sie diese und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster darauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf.
    Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor, auch in der Regenzeit.
    Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und benutzen Sie kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden.
    Insbesondere in der Trockensaison ist es möglich, einen Zeckenbiss zu bekommen. Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

    Sonnenstich
    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser dabei haben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie wenn möglich dort.

    Landestypische Krankheiten

    Malaria:
    Malaria tritt in Bhutan noch auf, vor allem im Süden und im Grenzgebiet zu Indien. In den höher gelegenen Gebieten, wo die meisten Trekkings und Touren stattfinden, kommt Malaria kaum noch vor. Allerdings sind die noch existierenden Malaria übertragenden Mücken resistent gegen die gängigen Malariaprophylaxen. Es ist daher wichtig, risikobeschränkende Maßnahmen zu treffen, ohne eine Malariaprophylaxe einzunehmen. Maßnahmen sind: Abends die Arme, Beine und Füße bedecken, sich mit einem Anti-Mückenmittel einreiben, das DEET enthält und ein Mückennetz nutzen. Das Netz können Sie eventuell mit einem Mücken tötenden Mittel imprägnieren. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben, um das Netz aufzuhängen, z.B. eine Kordel oder einen Schraubenhaken oder Korkenzieher (Schweizer Taschenmesser). Sollten Sie trotz der Vorsorgemaßnahmen plötzlich Fieber bekommen, das länger als zwei Tage anhält, dann muss ein Arzt benachrichtigt werden, um Malaria auszuschließen. Diese Schutzmaßnahme gilt bis zu zwei Monaten nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland.

    Dengue-Fieber und Japanische B-Encephalitis:
    Beides sind Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Hier können Sie also die gleichen Vorsorgemaßnahmen treffen wie gegen Malaria.
    Diese Mücken stechen vor allem tagsüber und bei künstlicher Beleuchtung. Für weitere Informationen über diese Krankheit und die aktuelle Information bezüglich eventueller Epidemien können Sie am besten auf den oben erwähnten Webseiten nachsehen oder Kontakt mit einem medizinischen Institut aufnehmen.

    Gegen Dengue Fieber gibt es keinen Impfstoff, wohl aber gegen die Japanische B-Encephalitis. Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie länger als sechs Monate nach Asien reisen möchten.

    Sie können sich selbst ein Erste-Hilfe-Set für die Tropen zusammenstellen oder kaufen. Eventuell können Sie sich auch ein Buch über Gesundheit in den Tropen besorgen. Hierin wird auch beschrieben, wie Sie ein Erste-Hilfe-Set zusammenstellen können. Bei Tropeninstituten werden oft solche Bücher verkauft, ebenso wie Erste-Hilfe-Sets. Die Beispiele aus einem solchen Buch sind aus dem Leben gegriffen, Sie sollten Sie also mit etwas Abstand lesen.

    Tollwut:
    Tollwut ist eine häufig vorkommende Viruskrankheit in Bhutan. Die Krankheit kann z.B. durch den Biss eines Hundes, einer Katze, eines Affen oder eines anderen mit Tollwut infizierten Säugetiers übertragen werden. Neben einem Biss kann auch Speichel von einem Hund (z.B. durch Lecken) Tollwut übertragen, wenn es kleine Verwundungen auf der Haut gibt. Auch über die Schleimhäute kann Tollwut übertragen werden. Die Zeit zwischen Ansteckung und Anfang der Krankheit kann von einigen Wochen bis zu einigen Monaten dauern. Wenn eine Person von einem vermutlich mit Tollwut angesteckten Tier gebissen wurde, muss so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem in den Stadtgebieten von Bhutan gibt es viele Hunde, daher ist es wichtig, sich über die Folgen der Krankheit im Klaren zu sein. Es ist möglich, eine Impfung gegen diese Krankheit zu bekommen. Überlegen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist und planen Sie genug Zeit dafür ein.

    Jetlag:
    Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer „biologischen Uhr“, d.h. des Schlaf-Wach-Rhythmus, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen.

    Tipps zur Überwindung des Jetlags:
    Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee und Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zu viel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Meistens schlafen wir nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur (Kinder)-Schlafenszeit wach.